Über die Kleine Wildnis

Die Kleine Wildnis in Stuttgart ist ein Ort politischer Organisierung und Bildung. Wir haben eine globale Perspektive, verknüpfen Themenbereiche und wollen Verantwortung übernehmen. Mit diesem Ökologie-Projekt versuchen wir ein Gefühl für Subsistenzwirtschaft zu entwickeln und unser Bewusstsein für lokale und saisonale Ernährung zu stärken. Wir sind ein Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung und arbeiten gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft.

Beiträge

Gedenken an „Ogoni Nine“

Gedenken an „Ogoni Nine“

Seit 1956 ist das Rohölvorkommen im Niger-Delta bekannt. Bald wurde die dicht besiedelte Region von Shell und Chevron zerstörrt. Das Volk der Ogoni ist eines von vielen Völkern im Niger-Delta und wie alle in dieser Region stark von der ökologischen Zerstörung ihrer...

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Gedenken an Ella Nik Bayan

Gedenken an Ella Nik Bayan

Ella befreit sich 2014 aus der Gewalt ihrer Familie, die ihre Transidentität nicht anerkennen will. Geboren ist sie am 24.11.1980 in Ahwaz im Iran. Sie flüchtet aus ihrer Heimat dem süd-westen des Iran, gelangt unter Strapazen über die Türkei und die Balkanroute nach...

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Gedenken an Ş. Seher Deniz

Gedenken an Ş. Seher Deniz

Sie ist 1996 mit ihrer kurdischen Familie aus der Türkei nach Einbeck in Deutschland geflohen. Erst als sie älter wird, erfährt sie, dass ihr jüngster Onkel, also der Bruder von ihrem Vater, vom türkischen Militär in der Dorfmitte zu Tode geprügelt wurde. Dies ist...

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Essbare Stadt Stuttgart und Region

Essbare Stadt Stuttgart und Region

Unsere Welt ins Gleichgewicht bringen Die essbare Stadt ist ein grüner Teppich zwischen Wohnhäusern. Unsere Welt ist im Ungleichgewicht und deswegen leiden Natur und die Menschheit. Wir können die Klimakatastrophe nicht mehr verhindern. Aber wir können gemeinsam etwas...

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Erstes essbares Beet in Hedelfingen

Erstes essbares Beet in Hedelfingen

In Hedelfingen gibt es jetzt das erste öffentliche essbare Beet. Vor dem Gasthaus „Krone“ in der Heumadener Straße 14 haben wir ein essbares Bett für alle Nachbarinnen und Nachbarn gemacht. So wollen wir die Stadt Stück für Stück zur "Essbaren Stadt" machen. Mit der...

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Der Weg in die Vielfalt

Der Weg in die Vielfalt

Wir haben Mechthild Hubl in Möhringen bei den Vielfaltsgärten besucht. Im Interview erzählt sie über ihre Motivation fürs Gärtnern und die Bedeutung von Vielfalt und von Saatguterhaltung, insbesonderer der Alten Sorten. Es geht um #klimakatastrophe #vielfalt #profit...

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Mitmachaktion

12.11.2022 Dengel Workshop

12.11.2022 Dengel Workshop

Die drei Komponenten Lebensraum, Nahrung und Nistplatz sind entscheidend für das Überleben von Insekten. Durch die rasante Verstädterung, die Flurbereinigung der Landschaft, flächendeckender Einsatz von chemischen Pflanzendünger und Pestiziden hat der Mensch seiner...

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Sei dabei…

Wir denken dass die Böden, Gärten und Ideen nur gemeinsam gestaltet werden können. Als Vorbild orientieren wir uns an Allmenden, als Orte des sozialen Lebens und Wirtschaftens.
Du bist herzlich eingeladen uns kennen zu lernen und selbst mit zu gärtnern, deine Skills zu teilen, zu diskutieren und gemeinsam zu überlegen, wie eine lebenswerte Zukunft aussehen kann.

Verbindungen erkennen

Ökologische Lebensweise

Wir lehnen eine konsumorientierte, imperialistische Lebensweise ab und versuchen als Antwort eine ökologische Lebensweise umzusetzen. Wir wollen eine kollektive, feministische Mentalität entwickeln. Es geht uns um eine kollektive Lebensweise und Wertschätzung gegenüber Gesellschaft und Natur.
Wir glauben daran, dass jede*r sich die Zeit nehmen kann, sich zu organisieren. Wir können Projekten, wie der Kleinen Wildnis, eine Bedeutung in einem globalen Kampf um Klimagerechtigkeit geben.

Böden, Saatgut und Kulturpflanzen

Für unsere Ernährung, unsere Gesundheit sind die Böden, die Wildpflanzen, unser Saatgut und unsere Kulturpflanzen von unschätzbarem Wert. Für eine ökologische Lebensweise werden sie so essentiell sein, dass es nicht verwundert, warum viele Indigene ihre Böden als heilig erachten. Weltweit schützen Menschen ihr Saatgut und ihre Böden vor Patenten und Privatisierung. Auch hier wollen wir, anknüpfend an die bäuerlichen Allmenden, versuchen Landschaften wieder gemeinschaftlich zu gebrauchen, ein Gespür für unser Mikro-Klima zu entwickeln und eine regionale Sortenvielfalt zu pflegen. Unsere nähr- und wirkstoffreichen Kulturpflanzen sind, genau wie unsere Allmenden ein zivilisatorisches Erbe, das wir in unseren Händen halten müssen, um unabhängig zu sein.

Gesundheit

Gesundheit kann es nur geben, wenn wir in sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Sicherheit leben und wertschätzende Beziehungen mit anderen Menschen führen. Wir leben gesund, wenn wir unseren Körper kennen lernen, wenn wir nährstoffvielfältige Nahrung essen und wenn wir uns grundlegendes medizinische und naturheilkundliches Wissen aneignen.

Internationalismus

Weltweit kämpfen unfassbar viele Menschen für eine lebenswerte Gesellschaft und ein lebenswertes Klima. Wegen ihrer Kämpfe spüren wir, dass eine andere Welt möglich ist. Wir können von und mit Indigenen, von Sikkim, von Rojava, mit den Zapatisten, mit der Landlosenbewegung, mit La Via Campesina, u.v.m. unglaublich viel lernen über Menschsein, Werte, Natur, Gesellschaft, Anti-Kolonialismus und Widerstand.

Feminismus und Ökologie

Seit tausenden von Jahren leben wir im Patriarchat. Frühe Quellen belegen jedoch, dass es viele Gesellschaften gab und auch zum Teil gibt, in denen Frauen* die Gerechtigkeit und Solidarität der Gesellschaft bestimmen und erhalten. Die Ausbeutung der Natur und die Unterdrückung von Frauen* begannen parallel mit der Herrschaft des Patriarchen.
In der Kleinen Wildnis sprechen wir über (unsere eigenen) patriachalen Muster und entwickeln gemeinsam ein respektvolles und solidarisches Miteinander.